Ungerechtigkeit der Bildung – Bildung der Ungerechtigkeit

Ungerechtigkeit der Bildung – Bildung der Ungerechtigkeit

 

 

 

von: Eckart Liebau, Jörg Zirfas

Verlag Barbara Budrich , 2008

ISBN: 9783866491564

Sprache: Deutsch

221 Seiten, Download: 1695 KB

 
Format:  PDF, auch als Online-Lesen

geeignet für: Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen PC, MAC, Laptop


 

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Ungerechtigkeit der Bildung – Bildung der Ungerechtigkeit



Unsere Bildungssysteme beruhen auf zwei Maximen: Individualität soll möglichst individuell gefördert werden – dadurch wird Ungleiches ungleich behandelt, um allen gleiche Bildungschancen zu eröffnen (und somit Gleiches gleich zu behandeln). Diese Maximen werfen die Fragen nach den Kriterien für Gleichheit und Ungleichheit, für Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit in Theorie und Praxis der Bildung auf – unabhängig davon, ob man vom Leistungsdenken, von Eliten- und Begabtenförderung, von Geschlechterdifferenzierung, von Schulformen, Herkunftsmilieus, Prüfungen und Zensuren oder von Chancen, Selektion und Allokation spricht. Das Buch geht gezielt von diesem paradoxen Ansatz aus, um genau zu analysieren, welche Konsequenzen dies für die aktuellen Bildungssysteme und die darin Lernenden nach sich zieht.

Dieser Band setzt sich mit der Verschränkung von Ungerechtigkeit und Bildung in dreifacher Perspektive auseinander: Er untersucht die Ungerechtigkeit der Bildung im Blick auf die objektiven Voraussetzungen, die institutionellen Prozesse und die subjektiven Erfahrungen und Einschätzungen von Ungerechtigkeit. Dabei geht es insbesondere um das Verhältnis von Gleichheit, Gerechtigkeit, Ungleichheit und Ungerechtigkeit. Fragen der Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit spielen in allen pädagogischen Feldern eine zentrale Rolle.

Im Mittelpunkt des Zusammenhangs von Bildung und Ungerechtigkeit steht die Frage nach den Kriterien der Bewertung von Gleichheit und Ungleichheit: Eine Theorie der Ungerechtigkeit kann ohne eine Theorie von Gleichheit und Ungleichheit nicht auskommen. Aber die eine Dimension kann nicht ohne weiteres in die andere überführt werden. Der Band geht unter dieser Perspektive Bildungsprozessen in kultureller und politischer, in generativer, geschlechtlicher, herkunftsbedingter und schulischer sowie in moralischer und ästhetischer Hinsicht nach.

Die Herausgeber:
Prof. Dr. Eckart Liebau, Institut für Pädagogik, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Lehrstuhlinhaber

Prof. Dr. Jörg Zirfas, Institut für Pädagogik, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, Akademischer Rat

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