Richtlinien zur Manuskriptgestaltung

Richtlinien zur Manuskriptgestaltung

 

 

 

von: Deutsche Gesellschaft für Psychologie

Hogrefe Verlag Göttingen, 2007

ISBN: 9783840920448

Sprache: Deutsch

118 Seiten, Download: 1686 KB

 
Format:  PDF, auch als Online-Lesen

geeignet für: Apple iPad, Android Tablet PC's Online-Lesen PC, MAC, Laptop


 

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Richtlinien zur Manuskriptgestaltung



9 Tabellen (S. 54-55)

Tabellen dienen dazu, Material (meist numerische, teilweise auch verbale Information wie z. B. Teile aus einem Fragebogen) übersichtlich und komprimiert darzustellen. Jede Tabelle ist zwar ein Bestandteil des Artikels, soll jedoch auch für sich allein verständlich sein. Daher sind alle Abkürzungen (außer den üblichen statistischen Abkürzungen) zu erläutern und stets die Maßeinheit anzugeben. Die Darstellung aller Tabellen sollte einheitlich sein, insbesondere hinsichtlich Ausdrucksweise, Form und Format der Gestaltung sowie ähnlicher Beschriftungen. So wie der Text sollten alle Tabellen zweizeilig geschrieben sein. Für viele Inhalte existieren allgemein anerkannte Formen der tabellarischen Darstellung. Allerdings kann das Abweichen in der Gestaltung der Tabelle manchmal das Verständnis des Lesers oder der Leserin verbessern, z. B. wenn die Spalten und Zeilen einer Tabelle so angeordnet werden, dass die Struktur oder Systematik der Daten deutlicher herausgestellt wird. Dies gilt besonders für den Fall, wenn Tabelleninhalte direkt miteinander verglichen werden sollen.

Allgemein gilt, dass Tabellen für den Druck schwieriger zu setzen und daher auch teurer sind als Text. Mit für diese Schwierigkeiten verantwortlich sind die in Tabellen enthaltenen Linien. Die Verwendung von Linien in den Tabellen ist daher auf ein Mindestmaß zu beschränken, es sind eher horizontale als vertikale Linien zu verwenden. Manche Zeitschriften lassen überhaupt keine vertikalen Linien zu. Oft können weite Zwischenräume die Linien ersetzen. Tabellen sollten ausschließlich dann verwendet werden, wenn eine Darstellung im Text eher umständlich und dementsprechend schwer lesbar wäre.

Daher wäre bei Tabellen mit zwei oder weniger Spalten und Zeilen die Darstellung in Textform zu bevorzugen. Es sollte auch berücksichtigt werden, dass die Lesbarkeit einer Publikation leidet, wenn der Text durch zu viele Tabellen unterbrochen wird. Aus diesen Gründen sollten Tabellen (und auch Abbildungen) nur für die Darstellung komplizierter Daten, die in direktem Zusammenhang mit dem Inhalt des Artikels stehen, verwendet werden. Daten, die von peripherer Bedeutung für das Verständnis des Artikels sind, sollten entweder weggelassen werden oder in einem Anhang präsentiert werden.

Einige weitere Überlegungen:
• Gerundete Werte können in manchen Fällen das Ergebnis besser verdeutlichen als präzise Werte.
• Zahlen sind spaltenweise leichter zu vergleichen als zeilenweise.
• Randsummen oder spalten- und zeilenweise Mittelwerte können die Verständlichkeit einer Tabelle erhöhen.
• Tabellen sollten den Text unterstützen, ihn aber nicht ersetzen.

9.1 Tabellennummerierung

Jeder Tabelle sollte eine Nummer in jener Reihenfolge zugewiesen werden, in der auf sie im Text Bezug genommen wird. Dabei sind arabische Ziffern ohne Zusatz zu verwenden. Enthält die Arbeit Anhänge mit Tabellen, so werden deren Tabellennummern hinter den Großbuchstaben, der den Anhang bezeichnet, mit einem Bindestrich gesetzt: B-4 als vierte Tabelle im Anhang B (s. Abschn. 11.3). Im Text sollte nie auf Tabellen durch Lokalisationen (wie etwa „die folgende Tabelle", „in obiger Tabelle" oder „siehe Tabelle auf S. 117") verwiesen werden, sondern stets durch Verwendung der nicht unterstrichenen oder kursiv gesetzten Angabe Tabelle, gefolgt von der Tabellennummer. Es hängt nämlich von der Situation beim Umbruch ab, ob die Tabelle an der gewünschten Stelle gedruckt werden kann oder nicht.

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